Marokko ist generell ganzjährig zu bereisen.

 

Die Regionen im südlichen Inland sind in den Monaten Juli und August zu meiden, da zu der Zeit die Temperaturen unangenehm hoch sein können. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit gering und daher läßt sich auch Hitze gut vertragen. Die angenehmsten und durchschnittlichsten Temperaturen sind in den Monaten Oktober, November, März und April zu erwarten zwischen 20 und 28 Grad C.

 

Marokko ist landschaftlich so vielfältig, daß eine allumfassende Klima-Beschreibung nicht möglich ist. 3.400 km Atlantik- und Mittelmeerküste beeinflussen das Klima auch im Inland.

 

General Lyautey, der Protektoratsherr der Franzosen, sagte einst, daß Marokko ein kaltes Land sei, in welchem die Sonne heiß scheint. Dies trifft zu, denn sobald die Sonne untergegangen ist, kühlt es auffällig ab. So bringen selbst zu heißen Jahreszeiten die Nächte eine Erholung.

 

Regen fällt zwischen Oktober und April - ohne daß es eine sogenannte Regenzeit gibt.

 

Ab Oktober hofft man in Marokko auf die ersten Regenfälle, die das Land blitzartig ergrünen lassen. Mitunter bleiben sie auch aus,  und die Aussaat auf den Feldern kann nicht aufgehen. Wenn der Reisende sich freut, bangt der Farmer. So sollte man einen Regentag auch ein wenig aus der Sicht der Einheimischen sehen und sich mit ihnen über den Segen des Regens freuen. Ein Dauerregen ist nicht zu befürchten.

 

Entlang der Atlantik-Küste steigen die Temperaturen mit den Kilometern, die man sich weiter südlich bewegt. Wir haben auf unseren Jahreswechselreisen, die natürlich immer zur gleichen Zeit stattfinden, bereits Jahre erlebt, in denen wir ausgiebig im Atlantik baden konnten - ab Agadir südwärts - und auch Jahre, in denen wir nach einem Spaziergang am brandenden Atlantik erst einmal ein Heißgetränk benötigten.

 

Die Gebirgszüge des Hohen und Mittleren Atlas können bis hinunter auf eine Höhe von 1.000m ab November bis April schneebedeckt sein. Die Temperaturen fallen, um so weiter man sich ostwärts begibt.

 

Der Paß Tizi n´Test auf der Strecke Marrakesch-Taroudannt ist seltener schneebedeckt als der Paß Tizi n´Tichka auf der Strecke Marrakesch-Ouarzazate. Die Pässe zwischen Errachidia und Midelt (Hoher Atlas) sowie zwischen Midelt und Fès (Mittlerer Atlas) sind häufig schneebedeckt.

 

Bemerkenswert ist die gut organisierte Schneeräumung der Paßstraßen!

 

In den Wüstenregionen bieten die Tage meistens warme Temperaturen zwischen 25 bis 35 Grad C in den erwähnten besten Reisemonaten. In den Wintermonaten kann in den Nächten die Frostgrenze erreicht werden. Bringt ein Tag im März Tagestemperaturen von 28 Grad C, ist durchaus eine Temperaturen von nur 3-5 Grad C in der Nacht bis zum Sonnenaufgang möglich.