Die meisten Hunde in Marokko sind eine Kreuzung aus Aidi und Sloughi. Diese Hunde haben die unterschiedlichsten Farben und Fellarten – jedes Exemplar ein Prachtstück. Sie alle haben definitive Merkmale ihrer Vorfahren – der eine mehr vom Aidi,  der andere mehr vom Sloughi.

 

So sind auch ihre Größen unterschiedlich – sie liegen zwischen 50 und 70 cm Schulterhöhe und wiegen zwischen 20 und 40 kg. Man kann allerdings am Welpen bereits erkennen, wie groß er ungefähr werden wird und wie sein Fell beschaffen ist.

 

Die Elterntiere leben besitzerlos und müssen sich ihre Nahrung selbst suchen. Die Rüden streunen in einem recht großen Umkreis und sind echte Nomaden. Die Hündinnen sind mit ihren Jungen ortsgebunden und bevorzugen die Nähe der Behausungen. So haben sie selbst gewählte Bezugspersonen oder –orte. Einige leben an Taxenständen, Pferdekutschen-Stationen, am Schlachthof oder bei den Fischern. Das heißt natürlich nicht, dass diese Menschen sich für ihre Besitzer halten. Es ist den meisten auch finanziell nicht  möglich, für einen Hund Futter zu kaufen. Wir waren erstaunt, wie viele Menschen trotz der Problematik des Hundes im Islam, diese Tiere nicht verjagen und einen gewissen Respekt vor ihrem harten Kampf ums Überleben haben. So erfahren wir, dass man tatkräftig unsere Hilfe für solche Hunde unterstützt.

 

Man kann sich gut vorstellen, wie gefährlich die Kleinen dieser Hündinnen leben. Sie haben kaum eine Chance und die meisten überleben nicht lange, nachdem sie anfangen umherzulaufen.

 

Wir haben für einige Hündinnen Patenschaften übernommen. Gegen Parasiten geschützt, geimpft und registriert,  müssen sie zwar dort bleiben, wo wir sie finden, aber mit ein wenig Futtergeld an vertrauenswürdige Taxifahrer, Kellner, Kutscher und Fischer leben sie besser - und unser Ziel ist es, sie möglichst sterilisieren zu lassen.

 

Welpen werden natürlich ebenfalls versorgt mit Wurmkuren und Impfungen und können dann zu gesunden, robusten, schönen Hunden heranwachsen. Sie sind frei von gesundheitlichen Erblasten. Ihr Sozialverhalten ist artgerecht gut geprägt – echte Hunde im wahrsten Sinne des Wortes.